Geschichte
Spezialräumetrakt Geschichte
Die Sekundarschule des Gemeindeverbands Oberes Bürenamt wurde 1969 gegründet und war zuerst in der Primarschule eingemietet. Mitte der 70er-Jahre wurde vom Architekten Hansruedi Lanz, Lyss, eine Sekundarschulanlage geplant. Diese sollte aus vier Gebäuden bestehen, einem Klassentrakt, einem Spezialräumetrakt, einer Aula und einer Sporthalle. Die erste Etappe, der Spezialräumetrakt mit den Fächern Werken, Naturkunde und einer Bibliothek wurde 1975 gebaut. Die anderen Teile des Projekts wurden nicht realisiert.
Im Jahr 1989 wurde dann vom Architekturbüro Kaufmann, Studen, ein Klassentrakt (rotes Gebäude) erstellt. Dieser bietet sechs Klassenzimmer, das Lehrerzimmer und Räume für textil/bildnerisches und technisches Werken.
Im Spezialräumetrakt wurde gleichzeitig der Werkraum zum Musikraum umgenutzt. Bereits in den 90er-Jahren wurde eine energietechnische Sanierung angedacht, da das Gebäude kaum isoliert ist. Diese wurde wieder fallen gelassen, bis mehrere schwere Wasserschäden (vom Dach und von den Heizungsleitungen) grosse Reparaturen erforderten und schliesslich zur Folge hatten, dass das Gebäude nicht mehr versichert werden konnte. Dazu kommen Schäden an den Fenstern, die Verdunkelung und die Storen funktionieren in keinem Raum mehr. Die Gänge können nicht mehr beheizt werden, ebenso das Sekretariat.
2009 wurde die Planung zu einer Sanierung, bzw. Ersatzneubau begonnen, dann wieder verschoben wegen dem Ausscheiden von Busswil aus dem Verband und der Fusion der Realschulen mit der Sekundarschule. Mit der Schliessung der Schulküche in Diessbach wurde klar, dass auch eine Schulküche in der Oberstufe in Dotzigen gebaut werden muss. Schon von den Raumbedürfnissen her war eine Sanierung ohne Erweiterung nicht mehr denkbar.
Ausgangslage
Der bestehende, eigenständige Spezialraumtrakt des Oberstufenzentrums ist in einem sehr schlechten baulichen Zustand. Verschiedene bauliche Mängel, wie
- Undichtigkeiten,
- ungenügende und fehlende Isolationen an der Gebäudehülle,
- Asbestproblematik,
- fehlende Erdbebenertüchtigung,
- Wasserschäden durch lecke Heizungsleitungen und
- ein undichtes Dach
sind hier stellvertretend zu erwähnen.
Hinzu kommen auch betriebliche Probleme, wie unzulängliche Heizungsmöglichkeiten im Winter, defekte Storen und fehlende Verdunkelungen. Diese schränken den Funktionswert des Gebäudes zunehmend ein und führen zu einem unwirtschaftlichen und unökologischen Betrieb.
Der bestehende Spezialraumtrakt erfüllt im heutigen Zustand weder die aktuellen noch die zukünftigen räumlichen Bedürfnisse der Oberstufenschule. Ab dem Sommer 2017 musste der Oberstufenverband Dotzigen zudem eine Ersatzlösung für die bisher ausgelagerte Schulküche finden, da der bestehende Vertrag von der Eigentümerin per 31.07.2017 gekündigt wurde. Die Integration einer Schulküche in die bestehenden Gebäude der Oberstufe Dotzigen ist weder baulich noch organisatorisch möglich.
Gestützt auf die Ergebnisse einer durchgeführten Sanierungsstudie hat der Schulrat im Sommer 2016 beschlossen, den bestehenden Spezialraumtrakt nicht zu sanieren, sondern durch einen Neubau zu ersetzen. Die Studie hat aufgezeigt, dass eine Sanierung nicht sinnvoll ist, da trotz Investitionen in Millionenhöhe die räumlichen Bedürfnisse (namentlich auch jene betreffend der zu integrierenden Schulküche) nicht ausreichend gedeckt werden können bzw. die Raum- und Flächenstrukturen nicht sinnvoll optimiert werden können.
Eine Spezialkommission, zusammengesetzt aus je zwei Gemeinderäten der Verbandsgemeinden und einem externen Fachberater, hat die Grundlagen für einen Studienauftrag unter vier Architekturbüros ausgearbeitet. Der Studienauftrag für einen Ersatzneubau wurde von Juli bis Oktober 2018 durchgeführt. Als Sieger dieses Wettbewerbes wurde das Projekt des Architekturbüro Leimer Tschanz Architekten AG aus Biel ausgewählt.